Am 28. August 1932, als Langendamm durch den Kreisbrandmeister auf „Beschaffenheit der Feuerlöscheinrichtungen“ überprüft wurde, gab es noch nicht einmal eine Pflichtfeuerwehr. Langendamm hatte zu dem Zeitpunkt 32 Hausnummern und 148 Bewohner und war damit eine der kleinsten Gemeinden im Kreis.

Aufgrund der geringen Einwohnerzahl ist Langendamm 1932 von der Bildung einer Pflichtfeuerwehr befreit worden. Die Freiwillige Feuerwehr Nienburg und die Pflichtfeuerwehren aus Linsburg und Schessinghausen mußten Löschhilfe leisten. Die Gemeinde Langendamm besaß damals zwei Feuerhaken, zwei Feuerleitern, ein Feuerhorn und Wasserentnahmestellen in Form von Moorkuhlen rund 200 m von den Wohnhäusern entfernt.

Seit dem 10. Juni 1935 gehörte die Gemeinde Langendamm dann, trotz einiger Bedenken, dem Feuerlöschverband Husum an.

Am 27. Oktober 1935 fanden sich 15 junge Männer zusammen und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Langendamm e.V. als 82. Wehr im Landkreis.

Um Kosten zu sparen, blieb die Freiwillige Feuerwehr Langendamm dem Feuerlöschverband Husum angeschlossen.

Am 29. Oktober 1935, also schon zwei Tage nach der Gründung veranlaßte der Landrat, daß die Langendammer Feuerwehrmänner bei der „Unfallversicherungskasse bei der Landschaftlichen Brandkasse“ in Hannover versichert waren. Im Juli 1937 wurde die Wehr vorschriftsmäßig ausgerüstet.

Im Oktober 1937 wurde die alte Handdruckspritze von der Gemeinde Brokeloh beschafft. Für die Handdruckspritze wurde dann auch ein Spritzenhaus von der Gemeinde gemietet. Es handelte sich dabei um eine alte Scheune. Die Löschwasserversorgung mit vier Hydranten wurde 1936 durch das Deutsche Reich gebaut. Von da an übte man kaum noch mit der alten Handdruckspritze.

Die Wehr im Wandel der Zeit

Durch die Gemeindereform 1974 wurde die Gemeinde Langendamm ein Ortsteil von Nienburg und der bisherige Gemeindebrandmeister wurde in Ortsbrandmeister umbenannt.


Seit dem 1. Januar 1978 sind auch Frauen bei der Feuerwehr Langendamm sehr gefragt, um einem Mangel an Einsatzkräften während der regulären Arbeitszeit entgegenzuwirken. Doch leider gibt es in Deutschland bis heute noch Feuerwehren, die keine Frauen in ihre Feuerwehr aufnehmen.

Daß sich schnelle Hilfe lohnt, merkten die Feuerwehrleute spätestens im Juni 1978, als die Feuerwehr Langendamm einen Mannschaftswagen von einem Langendammer Bürger geschenkt bekam, als Dankeschön für die schnelle Hilfe beim Brand seines Hauses.


Aufgrund des akuten Platzmangels durch den neuen Mannschaftswagen planten die Langendammer 1981 die Vergrößerung des Feuerwehrhauses und schon 1982 begannen sie mit den Umbauarbeiten, die bis 1983 andauerten.


Seit dem Herbst 1980 ist die Wehr mit Funkmeldeempfängern ausgestattet, die eine noch schnellere und effektivere Alarmierung gewährleistet. Nicht alle Mitglieder haben einen Funkmeldeempfänger, so daß bei einem kleineren Einsatz nur die benötigten Feuerwehrmitglieder alarmiert werden. Die Vollalarmierung erfolgt aber immer noch per Sirene.

Die Freiwillige Feuerwehr Langendamm heute

Die Feuerwehr Langendamm hat heute ca. 60 aktive Mitglieder, davon etwa 15 Frauen. Die Feuerwehrfrauen und –männer entwickeln auch heute noch sehr viel Eigeninitiative, so sind z.B. Innenrenovierungen im Feuerwehrhaus von den Feuerwehrmitgliedern selber vorgenommen worden.

Der Übungsdienst der aktiven Wehr findet alle zwei Wochen statt. Im Winter findet ein theoretischer Unterricht statt, in dem z.B. über Gefahren eines Feuerwehreinsatzes gesprochen wird, aber auch wie man sich schützen kann, z.B. durch Atemschutz. Aber auch über das Umgehen mit Schaulustigen bei einem Einsatz wird gesprochen. Das Gespräch nach einem Einsatz, z.B. einem Verkehrsunfall, ist nicht nur für Betroffene wichtig, sondern auch für die Helfer. Da ist es schon beruhigend zu wissen, daß es in der Feuerwehr Langendamm sogar einen Notfallseelsorger gibt, der auch aktiv dabei ist.


Der praktische Dienst findet von April bis Oktober statt und geübt wird an verschiedenen Objekten, sei es in einem Autohaus oder gleich einem ganzen Zeitungsverlag. Ziel dieser Übungen ist es, die Objekte besser kennenzulernen und Probleme bei der Wasserversorgung festzustellen.

Im September findet jährlich eine Erste-Hilfe-Kurs statt, in dem vor allem neu eingetretene Feuerwehrleute auf den Grundlehrgang im Herbst vorbereitet werden, aber auch aktive Mitglieder ihr Wissen auffrischen können.


Auch für die Fortbildung wird gesorgt, durch verschiedene Lehrgänge, auf denen man z.B. richtiges Funken lernt, aber auch mit den Aufgaben eines Gruppenführers vertraut gemacht wird.

Erwähnenswert ist es auch, daß im November 1997 zwei Frauen einen Atemschutzlehrgang besucht haben und ihn auch bestanden haben, als erste Frauen in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Nienburg. Mittlerweile sind fast alle Feuerwehrfrauen der Wehr Atemschutzgeräteträgerinnen. Das zeigt eine deutliche Entwicklung dahin, daß die Feuerwehr keine reine Männerdomäne mehr ist und sich immer mehr Frauen in der Feuerwehr engagieren und von den Männern auch akzeptiert werden.

geschrieben von: K.Gründer

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